Was ist die Agenda 21? - Agend 21 Bad Camberg

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Was ist die Agenda 21?

Agenda 21

1992 beschließen 179 Staaten auf der Weltkonferenz der Vereinten Nationen (UNO) in Rio de Janeiro ein Aktionsprogramm für das 21.Jahrhundert. Dieses internationale Abkommen, kurz AGENDA 21 genannt, analysiert in 4 Teilen mit insgesamt 40 Kapiteln die weltweit größten Probleme unserer Welt und gibt gleichzeitig konkrete Handlungsanweisungen den Staaten an die Hand.

In der Präambel der Agenda 21 heißt es:

"Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte.
Wir erleben eine zunehmende Ungleichheit zwischen den Völkern und innerhalb von Völkern, eine immer größere Armut, immer mehr Hunger, Krankheit und
Analphabetentum sowie eine fortschreitende Schädigung der Ökosysteme,
von denen unser Wohlergehen abhängt.

Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere
Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse,
die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und
eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte, gedeihlichere
Zukunft zu gewährleisten.

Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen
kann; in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist."

TEIL 1 beschäftigt sich mit den Ursachen der unterschiedlichsten Konflikte auf unserem Erdball und weist auf den Zusammenhang zwischen sozialer Gerechtigkeit, Wirtschaft und den ökologischen Folgen hin.

Themen sind

• Entwicklungspolitik und nachhaltige Entwicklung
• fairer Welthandel
• Veränderung der Konsumgewohnheiten
• Bevölkerungsdynamik
• Gleichstellung der Geschlechter
• Schutz und Förderung der menschlichen Gesundheit
• Förderung einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung und
• Integration von Umwelt- und Entwicklungszielen in die Entscheidungsfindung.

TEIL 2 behandelt im Wesentlichen die Erhaltung und Bewirtschaftung der Lebensgrundlagen (Ressourcen) im 21. Jahrhundert. Also das was wir ökologisch beachten sollten:

• Schutz der Erdatmosphäre (Klimaschutz)
• schonender Umgang mit Böden und Bodenschätzen
• Erhalt der Nahrungsbasis,
• Bekämpfung der Entwaldung und der der Wüstenbildung
• Schutz der Meere und der Süßwasservorkommen
• Erhalt der biologischen Vielfalt
• Verantwortungsvoller Umgang mit neuen Technologien, toxischen Chemikalien, radioaktiven Abfällen und umweltverträgliche Entsorgung von Abfällen

Teil 3 beschreibt wichtige gesellschaftspolitische Aufgabenstellungen, die ebenfalls für ein friedliches Zusammenleben auf unsere Erde wichtig sind:

• Menschenrechte, Bildung
• die Anerkennung und Stärkung benachteiligter Bevölkerungsgruppen
• die Rolle nichtstaatlicher, karitativer und Umweltorganisationen
• Rolle der Gewerkschaften, Arbeitnehmer, Unternehmer, Wissenschaft und Technik.

Teil 4 legt die Regeln zur Umsetzung des Agenda 21 Prozesses fest: d. h. die Sicherstellung der Finanzmittel und der Infrastrukturen, die nationale und internationale Zusammenarbeit, die Mechanismen zur Kontrolle und völkerrechtsverbindliche Rechtsinstrumente (Sanktionen).


 
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